Staufenberg bekommt neue Minifeuerwehr

Bürgermeister Horst Münch, Feuerwehrchef Stadtbrandinspektor Michael Klier, Minifeuerwehrwartin Anke Volpert-Grosser

In Staufenberg tut sich einiges bei der Feuerwehr. Mit Fertigstellung des Neubaus werden nicht nur drei Stadteilfeuerwehren zusammenarbeiten. Am neuen Standort wird es auch eine Minifeuerwehr geben. Das gaben nun Bürgermeister Horst Münch und Feuerwehrchef Stadtbrandinspektor Michael Klier bekannt. Geleitet wird die zukünftige Kindergruppe bei der Feuerwehr Staufenberg-Mitte am Standort unweit der Vitalen Mitte von Anke Volpert-Grosser (Mainzlar) und Michael Damm (Daubringen).

Für Münch wird die neue Minifeuerwehr mitten in Staufenberg ein tolles Zeichen "Wir sind hier gemeinsam den mutigen Schritt gegangen, die Feuerwehren an einem Standort zusammenzuführen. Die neue Minifeuerwehr bringt das nochmal mehr zum Ausdruck und hat für mich einen symbolischen Charakter. Mein Dank gilt den freiwilligen Initiatoren, die dieses wichtige gesellschaftliche Plus unentgeltlich und in ihrer Freizeit einbringen".

Stadtbandinspektor Michael Klier freut sich ebenfalls. "In Treis wird mit einer Minifeuerwehr seit 2005 eine ganz hervorragende Arbeit geleistet. Auf diesen kostbaren Erfahrungsschatz der dort aktiven Kerstin Glawion und Egon Bauer können wir nun mit der Neugründung in Staufenberg-Mitte zurückgreifen." erklärt der 40jährige ehrenamtliche Feuerwehrchef, der im normalen Leben Polizeihauptkommisar ist.
Los geht es mit der Minifeuerwehr am 22.01.2011 im Feuerwehrhaus nahe der Vitalen Mitte um 14 Uhr mit einer zünftigen Kindergeburtstagsparty, zu der alle interessierten Kinder zwischen 6 und 10 Jahren eingeladen sind. Alle Staufenberger Eltern von Kindern zwischen 6 und 10 Jahren und alle Kinder in diesem Altersbereich werden auch kurz vor Weihnachten Post bekommen: "Für die großen gibt es nochmal eine Erklärung unseres Vorhabens  und die Kinder bekommen eine richtig schicke Geburtstagseinladungskarte." verrät Michael Klier.

Ursprung dieser Entscheidung ist auch die Lumdatalumfrage, in der alle Feuerwehrangehörigen befragt wurden. "Eines der Ergebnisse war, dass die Nachwuchsorganisationen enorm wichtig sind, um personell zukunftsfähig zu bleiben." erklärt Klier.  Wegen der Wichtigkeit dieses Projektes wurde externe Hilfe in Anspruch genommen: Die Gießener FeuerwehrAgentur hat sich gemeinsam mit den Feuerwehrleuten die Kommunikationsstrategie ausgedacht und setzt diese um, damit die neuen Minis  möglichst schnell starten können. Für Michael Klier eine ganz klare Entscheidung "Zum einen sind wir Profis im Retten von Menschenleben und  keine Kommunikationsexperten. Es ist unsere Verständnis von Professionalität, dort für eigene Zwecke Hilfe in Anspruch zu nehmen, wo wir selbst begrenzt sind. Zudem spart die Zuhilfenahme der externen Expertise auch kostbare Zeit unserer ehrenamtlichen Kräfte."

Die Minifeuerwehr ist Teil der öffentlichen Feuerwehr, die eine Abteilung der Stadtverwaltung ist. In der Minifeuerwehr werden die Kinder altersgerecht mit viel Spiel, Basteln und Geschichten an die Feuerwehr herangeführt. Sehr früh werden die Kinder zum Beispiel lernen, Notfälle zu erkennen und Erwachsene zur Hilfe zu holen, wenn etwas nicht stimmt. Die Minifeuerwehr in Staufenberg Mitte trifft sich samstags um 14 Uhr. Mit 10 Jahren können die Kinderfeuerwehrmitglieder in die Jugendfeuerwehr übertreten und mit 17 in den Dienst der öffentlichen Feuerwehr, in der sie ab 18 auch Einsätze wahrnehmen können.

Auf dem Foto: Bürgermeister Horst Münch, Feuerwehrchef Stadtbrandinspektor Michael Klier und Minifeuerwehrwartin Anke Volpert-Grosser